Archiv für Mai 2009

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CNT-IAA Granada: Der Kampf bei Pizza Hut geht weiter!

Der Arbeitskampf der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT-IAA wird weiter geführt bis die Firma die Forderungen erfüllt und die Angriffe gegen die Gewerkschaftsmitglieder gestoppt hat. Bis dahin wird die CNT Granada jeden Freitag (22 Uhr) und Samstag (20:30 Uhr) eine Protestkundgebung vor der Filiale durchführen. Seit Juni 2008 hat der Manager von Pizza Hut de Solarillo de Gracia, Pedro Jiménez, der ausserdem auch Manager der Filiale in Constitución ist, den Genossen Enríquez Lily mit Beschuldigungen unter Druck gesetzt, um ihn dazu zu bringen zu kündigen. Der Manager hatte ihm Unfähigkeit und Sabotage vorgeworfen, seine Arbeit öffentlich schlecht gemacht, ihn angeschrien und bedroht. Ausserdem hat sich der Chef geweigert ihm den Lohn auszuzahlen, wofür er selbst schuld sei, wenn er seine Arbeit nicht richtig leisten würde. Die Gewerkschaft hatte den Vorgesetzten von Pedro Jiménez zu einem klärenden Gespräch eingeladen, zu dem dieser jedoch nicht erschienen ist. Daher ruft die CNT-IAA Granada zu Solidarität mit dem bedrängten Genossen Enríquez Lily auf, indem höfliche Protestfaxe und E-Mails an Pizza Hut geschickt werden sollen. In denen soll ein Ende der Einschüchterungen des Gewerkschaftsmitglieds Lily durch den Manager Pedro Jiménez gefordert werden. Zudem sollen die Regeln von Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz, sowie die Vereinbarungen des Tarifvertrags eingehalten werden.

Bauarbeiterstreik in Kambodscha für Lohnzahlung

600 Bauarbeiter traten für die Auszahlung ihrer ausstehenden Löhne in einen unbefristeten Streik. Es handelt sich um Arbeiter von Subunternehmen, welche die Trabantenstadt Camko City mit hochziehen. Am 25. April zahlte die Firma die vereinbarten Löhne nicht und vertröstete die Arbeiter auf den 30. April, am 30. April zahlte sie nur den halben Lohn. Jetzt wollen die Bauarbeiter so lange streiken, bis sie ihren vollen Lohn in der Tasche haben.

Eintägiger Lehrerstreik in Kroatien

Am 14.05. traten in Kroatien Zehntausende von Lehrern in den Streik. Die Regierung plant aufgrund der Wirtschaftskrise Gehaltskürzungen von 6 Prozent im öffentlichen Dienst. Allerdings führten die Lehrer ihren Streik nicht fort, obwohl sich ihnen heute weitere Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst anschließen wollten.

Ungarn: Generalstreik im Verkehrs- und Transportwesen

Am 08.05. fand in Ungarn ein Generalstreik statt, zu dem hauptsächlich die Gewerkschaften des Verkehrs- und Transportwesens und der Gewerkschaftsbund LIGA aufgerufen hatten. Es gab in den letzten Monaten in Ungarn zunehmend härtere Kämpfe gegen die Abwälzung der Krisenlasten, die unter anderem im März 2009 zum Sturz der Regierung unter Ferenc Gyurcsány geführt haben. Wie auch in den anderen osteuropäischen Beitrittsländern der EU wurden den Menschen in Ungarn große Hoffnungen auf eine Verbesserung ihrer Lage gemacht, die nun bitter enttäuscht werden.

Frankreich: Conti-Arbeiter stürmen Fabrik

Am 06.05. haben 300 bis 400 Conti-Arbeiter aus dem nordfranzösischen Clairoix ein Conti-Werk in ostfranzösischen Saargemünd gestürmt, um ein Treffen mit der deutschen Continental-Konzernleitung zu erzwingen. Derweil stand die deutsche Polizei massenhaft vor dem Conti-Werk in Aachen und wartete auf die angekündigten “militanten” französischen Conti-Arbeiter, die es sich aber offenbar anders überlegt hatten.

Indien: Streik der Automobilarbeiter bei M&M

Seit dem 05.05. streiken 4.000 Arbeiter des indischen Automobilkonzerns Mahindra & Mahindra für die Wiedereinstellung eines entlassenen Gewerkschaftsführers. Der Streik hat die Produktion im Werk Nashik weitgehend lahmgelegt. Das Unternehmen produziert vor allem Pickups und leichte Nutzfahrzeuge.

Indien: Streik von Hafenarbeitern in Kochi

Seit dem 28.04. streiken im Hafen Kochi im indischen Bundesstaat Kerala die Hafenarbeiter gegen ein neues Schichtsystem, das eine erheblich Mehrbelastung für die einzelnen Arbeiter bedeutet. Durch den Streik ist sich die Abfertigung der Schiffe deutlich verlangsamt worden, obwohl die indische Marine zu Streikbrecherarbeiten eingesetzt wird. Die Arbeiter fordern, dass die Marine abgezogen wird.

Was ist die FAU?

FAUD
It´s time to Organize

Folgende Voraussetzungen solltest Du erfüllen, damit wir zusammen passen:

  • Du
    bist Arbeiter, Arbeiterin, angestellt, freiberuflich, erwerbslos, gehst
    zur Schule oder studierst und machst keinen Job, in dem Du andere
    Menschen einstellst oder feuerst (kein Arbeitgeber).
  • Du arbeitest nicht bei staatlichen Repressionsorganen.
  • Du hast unsere Statuten und unsere Prinzipienerklärung gelesen und kannst ihnen zustimmen.

    Melde dich bei der nächstgelegenen Ortsgruppe oder dem zuständigen Syndikat, dort kannst Du in die FAU eintreten.

    Keine Ortsgruppe in deiner Stadt?
    Dann gründet doch selbst eine (ab 3 Personen möglich).
    Ortsgruppen/Syndikate können auf den Regionaltreffen in die FAU
    eintreten. Wann diese stattfinden könnt ihr bei der nächsten Ortsgruppe
    oder der GeKo (geko(a)fau.org) erfahren.

    Der Mitgliedsbeitrag beträgt mindestens 10 Euro im Monat (Düsseldorf), in manchen Syndikaten 1% vom Nettolohn.
    Mitglieder die sich in Haft befinden sind für diese Zeit vom Beitrag befreit.

  • Kontakt zur FAU Düsseldorf:

    SmS/Tel.:

    0179 – 325 86 48

    FAX:

    01212-5-110-29-174

    Post:

    FAUD,
    Postfach 10 24 04,
    40015 Düsseldorf

    Mail:

    faud[at]fau[Punkt]org

    Öffentliches Treffen:

    jeden 1.Donnerstag im Monat ab 19.3o, im Kulturcafé SOLARIS, Kopernikusstr. 53

    FAUD-Newsletter

    Aboniere den FAUD-Newsletter und erhalten einmal im Monat die Termin- & Veranstaltungshinweise der FAUD

    Aktuelle Nachrichten (hier) und Termine (hier)

    Diskussionsforum der FAU-Region-West:

    Regionalkoordination West (ReKo): reko[-]west[ät]fau[punkt]org

    Probeheft/Abo: Direkte Aktion – anarchosyndikalistische Zeitung

    Freiabonnements für Gefangene e.V.: Direkte Aktion spenden!

    Was ist die FAU?

    Die Freie ArbeiterInnen Union ist eine Selbstorganisation
    von ArbeiterInnen. Wobei nach unserem Verständnis Arbeiter nicht nur
    weiße männliche Fabrikarbeiter sind, sondern die große Masse
    derjenigen, denen nichts übrig bleibt, als täglich ihre Arbeitskraft zu
    verkaufen. Dazu gehören FabrikarbeiterInnen ebenso wie die
    MigrantInnen, die für zwei Mark in der Stunde den Wohlstandsmüll
    recyclen, ArbeiterInnen im Dienstleistungssektor, Scheinselbständige,
    Lohnarbeitslose und Leute die sich in der Berufsausbildung befinden.

    Nichts
    zu suchen haben bei uns Leute, die die Arbeitskraft anderer ausbeuten.
    Ebensowenig wie Militärs, Polizisten oder Mitglieder sonstiger
    Unterdrückungsorgane.

    Manche von uns bezeichnen die FAU als
    eine Gewerkschaft, andere sagen, dass dieser Begriff durch den DGB und
    seine Einzelgewerkschaften so auf den Hund gebracht wurde, dass die
    Verwendung des Wortes nur zu Missverständnissen führen kann. Deshalb
    ist bei uns der Begriff «Freie Vereinigung» recht gebräuchlich; er
    bringt besser rüber, worum es uns geht.

    Als
    Anarcho-SyndikalistInnen halten wir jedenfalls nichts von
    sozialpartnerschaftlichem «Bündnis für Arbeit»-Gejammer und verfilzten
    und undemokratischen Funktionärsapparaten. Wir denken, dass wir selber
    wissen, was für uns gut ist und dass wir prima ohne Chefs, Pfaffen,
    Staat und Funktionäre auskommen können. In einer basisdemokratischen
    Gesellschaft mit einer Wirtschaft, die auf der Selbstverwaltung der
    ProduzentInnen (also der ArbeiterInnen) beruht, lebt es sich für uns
    alle besser. Und genau da wollen wir hin.

    Was will die FAU?

    Die
    Freie ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) ist eine anarcho-syndikalistische
    Selbstorganisation von ArbeiterInnen mit dem Ziel einer
    herrschaftsfreien, auf Selbstverwaltung begründeten Gesellschaft. Wir
    Anarcho-SyndikalistInnen haben die herrschaftsfreie, auf
    Selbstverwaltung begründete Gesellschaft als Ziel. Die Selbstbestimmung
    in allen Lebensbereichen ist die grundlegende Idee des
    Anarcho-Syndikalismus.

    Daher lehnen wir die Organisation
    unserer Interessen in zentralistisch aufgebauten Organisationen ab, da
    diese stets Machtkonzentration und Hierarchie bedeuten. Weder soll,
    noch kann mensch mit StellvertreterInnen- Politik wie sie z.B. von
    reformistischen Gewerkschaften, Parteien und Kirchen betrieben wird,
    unsere Interessen durchsetzen.

    Dagegen sind wir direkt und
    indirekt lohnabhängigen Menschen für Selbstorganisation in unabhängigen
    Betriebs-, Branchen und Ortsgruppen. Diese sind bundesweit (in der FAU
    - Freie ArbeiterInnen Union) und international (in der IAA – Internationale ArbeiterInnen Assoziation zusammengeschlossen.

    Zur
    Durchsetzung unserer Ziele und Forderungen dienen uns sämtliche Mittel
    der Direkten Aktion, wie z. B. Besetzungen, Boykotts, Streiks etc. Im
    Gegensatz dazu lehnen wir die parlamentarische Tätigkeit in jeglicher
    Form ab. Mit dieser Art von Organisation verbinden wir die Möglichkeit,
    Vereinzelung und Perspektivlosigkeit aufzuheben und so für eine
    revolutionäre Veränderung auf freiheitlicher Grundlage zu kämpfen.

    Da
    die Macht und die Stärke des kapitalistischen Systems in der privaten
    bzw. staatlichen Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel und in der
    tagtäglichen Ausbeutung der arbeitenden Klasse begründet sind, ist der
    ökonomische Bereich der Hauptansatzpunkt für den antikapitalistischen
    Kampf.

    Revolutionäre Arbeit in den Betrieben trifft den
    Kapitalismus nicht nur in seinen Erscheinungsformen, sondern an seiner
    Wurzel. Diese Arbeit kann nur erfolgreich sein, wenn in allen
    gesellschaftlichen Bereichen gleichzeitig revolutionäre Arbeit
    geleistet wird, da alle Kämpfe in einer Wechselbeziehung zueinander
    stehen.

    Alle Menschen, die in diesem Sinne mit uns zusammenarbeiten wollen, sind uns willkommen.

    (Angenommen auf dem FAU-Pfingstkongress 1989, ergänzt 1993)

    Vorteile für FAU-Mitglieder

    Eine Information über unsere Gewerkschaft

    Worin unterscheiden wir uns von zentralistischen Gewerkschaften ?

    • Wir orientieren uns an den individuellen Bedingungen und Bedürfnissen;
      auf konkrete Situationen können wir uns schnell einstellen.
    • Bei uns kann sich jedes Mitglied aktiv einbringen und die Gewerkschaftsarbeit mitbestimmen.
    • Unsere Strukturen sind transparent, basisdemokratisch und selbst bestimmt.
    • Es gibt keine Führungsgremien, keine hauptamtlichen Funktionäre, keine Bürokratie.
    • Die
      Entscheidungen werden von den Mitgliedern in den Ortsgruppen und
      Syndikaten getroffen. Die föderale Organisation bietet Schutz gegen
      Machtkonzentration und Korruption.
    • Wir setzen auf die Mobilisierbarkeit aller Mitglieder und direkte Aktionen.
    • Die Unterstützung unserer Mitglieder ist schnell und direkt – sowohl bundesweit als auch international.
    • Wir pflegen den regelmäßigen Austausch mit Basisgewerkschaften auf internationaler Ebene.
    • Wir sind eine Gewerkschaft mit gesamtgesellschaftlicher Perspektive.

    Was bieten wir?

    • Zunächst den Austausch über unsere Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die Vermittlung von Erfahrungen.
    • Wir geben konkrete Hilfestellung bei Konflikten, können Druck machen, Öffentlichkeit herstellen.
    • Mitglieder
      erhalten jegliche Hilfe im Rahmen der Möglichkeiten (z.B. Unterstützung
      bei Anwaltskosten). Einen Rundumschutz materieller Art, wie etwa die
      Übernahme von Gerichts- und Anwaltskosten oder die Auszahlung von
      Streikgeldern, können wir jedoch nicht bieten.

    Was erwarten wir?

    • Interessierte sollen sich aktiv einbringen, aufgeschlossen sein und die
      Bereitschaft mitbringen, sich mit unseren Ideen und Vorstellungen
      auseinanderzusetzen.
    • Neu-Mitglieder sollten unseren Ideen nahe
      stehen, unsere Statuten und Prinzipien akzeptieren, sich kollegial-
      solidarisch verhalten.

    Weitere Info’s:

    Statuten der FAU-IAA 2004 (pdf, 33 kB)
    Prinzipienerklärung der FAU-IAA (pdf, 180 kB)
    FAU-IAA Selbstdarstellungs Flyer (pdf, 221 kB)

    Hintergrundmaterial
    Textsammlung FAU und Anarcho-Syndikalismus (html)
    Prinzipienerklärung des Syndikalismus (1919) von Rudolf Rocker (html)

    IAA
    IAA-Statuten auf arabisch (html)
    IAA-Statuten auf farsi (persisch) (html)
    IAA-Statuten auf englisch (html)

    FAU-IAA:
    Anarchistisch – Praktisch – Gut

    Sto zeli FAU?What the FAU wants?Kion volas FAU?

    Anarchosyndykalizm wg. FAU (Wolnego Związku Pracowników i Pracownic)




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