Sulzbach-Rosenberg: Anarchie, wie?

Anarchie, wie?
Anarchismus, was war, ist und wird denn das? Wie geht denn das heute? Info und Diskussionsveranstaltung mit Rudolf Mühland (FAU Düsseldorf)

Info- und Diskussionsveranstaltung im Jugendclub Bureau, am 26.11.13 um 19 Uhr. Jugendclub Bureau, Hafnersgraben 9 in 92237 Sulzbach-Rosenberg

Jeder von uns hat die Formel »Ein Angriff auf eine von uns ist ein Angriff auf alle!« schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon oft die Phrase von der »Solidarität« vernommen. Aber was könnte die wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer bekannter Schlagworte aus der Bewegung sein? Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.

Anarchistische Strömungen und Utopien

Der Anarchismus hat viele Wurzeln und im Laufe der Geschichte kamen viele »neue« Wurzeln hinzu. Obwohl sich alle AnarchistInnen in zwei Punkten einig sind, nämlich der Ablehnung jeder Form der Herrschaft des Menschen über den Menschen UND der Ablehnung jeder Form der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, gibt es jedoch kaum Einigkeit darüber, wie die bestehende Gesellschaft transformiert werden soll. Praktische und philosophische Fragen haben sehr früh dazu geführt, dass sich verschiedene anarchistische »Schulen« gebildet haben. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die anarchistischen Strömungen, ihre Utopien und ihre Ideen zur Transformation der Gesellschaft.

Zur Aktualität anarchistischer Theorie und Praxis

Obwohl Leo Trotzki die anarchistische Bewegung schon in den 1920ern »auf dem Misthaufen der Geschichte« gesehen hat, ist diese Bewegung noch heute weltweit vorhanden. Was macht eine Idee, die vor über 150 Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickte, noch heute attraktiv? Welche Ideen liegen heutiger anarchistischer Praxis zugrunde? Und vor allem: Warum sollten uns heute die alten Träume der AnarchistInnen noch interessieren? Der Vortrag versucht auf Grundlage der heutigen Gesellschaft die Aktualität des Anarchismus und der anarchistischen Bewegung in seiner Theorie und besonders an Hand seiner Praxis zu verdeutlichen.

Rudolf Mühland geboren und wohnhaft, manchmal beim Essen, jahrelanges Studium (Medizin, Geschichte, Politik, Philosophie, Pädagogik, Soziologie, Romanistik, Modernes Japan), freies Theater, beginnende schriftstellerische Tätigkeit und Vortragsreisender in Sachen Anarchie.

Der Name ist eine Homage an drei Anarchisten, die alle u.a. in Deutschland aktiv waren. Rudolf -> Rudolf Rocker, seines Zeichens Anarcho-Syndikalist, Müh -> von Erich Mühsam, der alles verkörperte, was die Nazis hassten, land -> von Gustav Landauer, der 1919 von der reaktionären Soldateska erschlagen wurde. Spätestens seit 2006 reist R.M. durch die gesamte BRD, aber auch nach Serbien, Österreich und die Schweiz, um dort Vorträge zu halten. Eine unvollständige Liste seiner Vorträge, Seminare und sonstiger Veranstaltungen findet sich bei deu.anarchopedia.org.





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